Zusatzqualifikation

StS-Hannover-I-II

gem. § 6 APVO-Lehr und DB zu § 6 Abs 4 APVO-Lehr

„Interkulturelle Schulentwicklung – Umgang mit kultureller Vielfalt und Durchgängige Sprachbildung in allen Fächern“

In unseren Schulen kommen zunehmend Schülerinnen und Schüler ohne Deutschkenntnisse an. Dies verlangt neue Handlungsstrategien im Unterricht, vor allem angesichts der noch zu erwartenden Zuwanderung in den kommenden Jahren.

Wir bieten wir Ihnen die Möglichkeit, eine zertifizierte Qualifikation für diesen Bereich zu erwerben. Im Anschluss an Ihre Ausbildung verfügen Sie durch die erworbenen Kenntnisse über höhere Einstellungschancen.

 Nach erfolgreicher Beendigung dieser Zusatzqualifikation sollen Sie …

  • Kenntnisse über Biografien von Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunft haben und so sensibilisiert für daraus resultierende Problematiken sein
  • mögliche Begleiterscheinungen von Kulturwechsel wahrgenommen und konstruktive Handlungsstrategien exemplarisch entworfen haben
  • Wissen über Traumatisierung erlangt haben
  • Über die rechtlichen Grundlagen informiert sein
  • Umfangreiche Einblicke in die Thematik Deutsch als Zweitsprache gewonnen haben
  • Werkzeuge der Sprachprofilanalyse kennen
  • Praxistaugliche Grundlagen zur durchgängigen Sprachbildung verinnerlicht haben

 

Umfang:

  1. 20 Stunden Seminarveranstaltung aufgeteilt in 5 Blöcke à 3 – 6 Stunden an Mittwoch Nachmittagen und Samstagen
  2. häusliche Vor- bzw. Nachbereitungszeit
  3. eine Gruppenhospitation in einer Sprachlernklasse bzw. im DaZ-Förderunterricht
  4. ein erfolgreich absolviertes Kolloquium von mindestens 20 Minuten Dauer
    (anhand eines Fallbeispiels stellen Sie Ihre erworbenen Kenntnisse dar und entwickeln mögliche Handlungsoptionen)

 

Bedingungen zum Erlangen des Zertifikats:

  1. Regelmäßige Teilnahme an den Seminarveranstaltungen. Maximal 20 % entschuldigte Fehlzeiten.
    Angebot:
    Bei begründetem längerem Fehlen können einzelne Ausbildungsmodule im nächsten Ausbildungsdurchgang nachgeholt werden.
  2. Nachweis aktiver Seminararbeit in Form von Seminarprotokollen und ggf. Vorstellung von Unterrichtssequenzen, die im Ausbildungsunterricht erprobt wurden.

Folgende Schwerpunkte bilden die Inhalte der Veranstaltungen:

1./3. Migration, Interkulturelle Schulentwicklung und rechtliche Grundlagen

(6 Std.)

 

  • Informationen zum Inhalt der ZQ
  • Migration und Kulturwechsel
  • Umgang mit Traumatisierung
  • Elternarbeit
  • Netzwerke / Beratungsstellen / Besuch Flüchtlingsbüro Kargah e.V.
2. Zweitsprachendidaktik / Zweitsprachenmethodik

(5 Std.)

 

 

 

  • Grundlagen des Erst- und Zweitsprachenerwerbs
  • Prinzipien DaF/ DaZ
  • Methodisch-didaktische Grundlagen
  • Sprachliche Mittel in ihrer dienenden Funktion (Intonation und Aussprache, Grammatik, Wortschatz, Orthographie)
  • Umgang mit Fehlern: ungesteuerter Zweitspracherwerb und die Gefahr der Fossilierung
  • Sprachvergleiche mit einigen Herkunftssprachen
4. DaZ-Materialien
Sprachstandsdiagnostik
(5 Std.)
  • Sichtung von Materialien
  • Kriterien für gute Materialien
  • Materialien selbst herstellen und erproben
  • 7-stufige Profilanalyse nach Grießhammer
  • Analyse von Beispielen
5. Durchgängige Sprachbildung

(4 Std.)

 

  • Sprachsensibler Unterricht in allen Fächern
  • Sprachbildung anhand der Operatoren
  • Sprachförderung als Aufgabe jeder Lehrkraft

 

Hospitation

(möglichst schulformspezifisch)

 

  • In einer Sprachlernklasse / im DaZ Förderunterricht
  • Beobachtung und Reflexion zu ausgewählten Schwerpunkten

Die Teilnehmerzahl wird auf 12 LiVD pro Studienseminar begrenzt.

Es gilt die Reihenfolge der Anmeldung.