Infos für Schulleitungen

Informationen zum Vorbereitungsdienst für Schulleitungen

Organisation:

  • Unsere Seminartage sind Dienstag und Donnerstag, d. h. an diesen Tagen können die LiVD ein bis zwei Stunden im Unterricht eingesetzt werden, da sie im Anschluss Fachseminare oder pädagogische Seminare haben (z. T. bis abends um 18.00 Uhr). Abweichungen z. B. bei 14-tägigem Einsatz können im Einzelfall mit den Betroffenen oder der Seminarleitung besprochen werden.
  • Der Ausbildungsunterricht jeder LiVD beträgt 20 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht (EU) und 16 Stunden betreuten Unterricht (BU), die auf drei Schulhalbjahre aufgeteilt sind. Im betreuten Unterricht unterrichten die LiVD „…bei ständiger oder gelegentlicher Betreuung durch die für den Unterricht verantwortliche Lehrkraft …“ (lt. § 7 der APVO-Lehr). Die Fachlehrkräfte stehen im betreuten Unterricht beratend und unterstützend zur Verfügung und tragen die letzte Verantwortung u. a für Notengebung. Hospitationen der LiVD gehören zu einem geringen Teil ebenfalls zum betreuten Unterricht, insbesondere Hospitationen an anderen Schulformen oder in inklusiven Unterrichtszusammenhängen (im Bereich der Praktika an den Universitäten haben die LiVD im Regelfall umfangreiche Hospitationspraxis erhalten und diese Erfahrungen professionell reflektiert – in diesem Teil der Ausbildung steht das „Unterrichten“ im Fokus).
  • Möglichst zeitnah in den ersten Schulwochen eines Halbjahres (wenn der eigenverantwortliche Unterricht (EU) und der betreute Unterricht (BU) bestimmt und organisiert sind) sollen alle LiVD ihren Stundenplan (Vordruck in Einführungsmappe) von Ihnen unterschrieben an ihre Pädagogikseminarleitungen weitergeben, damit sichergestellt werden kann, dass eine angemessene Ausbildung im nächsten Halbjahr gewährleistet ist.
  • Im Studienseminar Hannover 1 halten wir es für folgerichtig, neben den 2-3 beratenden Unterrichtsbesuchen in jedem Fach und in Pädagogik, pro Fach zwei gemeinsame Unterrichtsbesuche (GUB) durchzuführen, um eine Weiterentwicklung angemessen dokumentieren zu können.
  • Es ist sinnvoll, wenn die Fachlehrkräfte (FLK) zumindest bei Unterrichtsbesuchen im BU der LiVD am anschließenden Gespräch (ca. eine Stunde) teilnehmen können und insofern möglichst dafür freigestellt werden (im EU lässt sich dies nicht immer realisieren). Die FLK haben die Aufgabe im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“ die Weiterentwicklung der LiVD zu unterstützen und sollen nicht deren Unterricht planen. Dafür ist es wichtig, dass die FLK die Aufzählung der Kompetenzen lt. APVO-Lehr[1], welche die LIVD im Laufe ihrer Ausbildung entwickeln sollen, schriftlich vorliegen haben (Kopiervorlage in Einführungsmappe).

Kooperation:

  • Zu Beginn der Ausbildung der LiVD bittet die pädagogische Seminarleitung um ein Einstiegsgespräch mit Ihnen und der LiVD, in dem noch einmal alle Rahmenbedingungen und eventuelle Fragen geklärt werden. Vor der Prüfung kann es bei Bedarf ein weiteres klärendes Gespräch in der Runde geben, um Unsicherheiten möglichst zu minimieren.
  • Ein reger Austausch über den Ausbildungsstand der LiVD wird von Seiten des Seminars ausdrücklich gewünscht. Gespräche über den Ausbildungsstand der LiVD laufen im Seminar zwischen dem achten und zehnten Monat (d .h. im April und November). Bitte sprechen Sie doch unsere pädagogischen Seminarleitungen an, wenn es Neuigkeiten oder Probleme mit den LiVD gibt!

Beurteilung der LiVD:

  • Laut §10 der APVO-Lehr und deren DB bewerten Sie den Kompetenzerwerb der LiVD in der Schule bis zum Ende des vierzehnten Ausbildungsmonats (Abgabe aus verwaltungstechnischen Gründen immer bis spätestens Anfang März bzw. Anfang September – genaue Daten sind bei uns erfragbar) mit einer „ganzen“ Note nach § 13.1 APVO-Lehr (keine Kommazahlen), die Sie in der Anlage schriftlich begründen. Alle Kompetenzbereiche[2] sollten abgebildet werden, insbesondere stehen jedoch diejenigen im Fokus, die wir von Seiten des Studienseminars nicht oder nur zum Teil beurteilen können, wie: „…Mitarbeit in Konferenzen, Umgang mit Schülerinnen und Schülern, Teamfähigkeit, Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten und ggf. außerunterrichtliche Aktivitäten und Engagement in Schulprojekten im Rahmen der Eigenverantwortlichkeit der Schule“ (§ 10.3 DB zur APVO-Lehr). Die Schulleitung legt zu Beginn der Ausbildung gegenüber der LiVD dar, welche Beurteilungskriterien die Grundlage der Schulleiterbeurteilung bilden.
  • Bitte geben Sie ungefähr zur Halbzeit der Ausbildung Ihrer LiVD eine Art „Zwischenstandsbericht“, damit diese danach die Chance und noch Zeit hat, sich ggf. gezielt weiterzuentwickeln. Damit Rechtssicherheit gewährleistet werden kann, empfiehlt sich eine nachvollziehbare Dokumentation der Bewertungsgrundlagen (z. B. Berichte von Fachlehrkräften, dem Kollegium, Einsichtnahmen in Klassenbücher)[3]. Einige Informationen und ein Beispielraster erhielten Sie im Juni 2012 auf einer Veranstaltung im Behördenhaus[4]. Natürlich senden wir Ihnen diese Informationen auch gern auf Anfrage zu.
  • Wir bitten Sie aus Gründen der Gleichbehandlung Ihre Ausbildungsnoten nicht in einem Vorgespräch mit Ihrem LiVD konkret zu benennen. Die LiVD bekommen alle Noten und Begründungen und die Ausbildungsnote zum angegebenen Zeitpunkt von uns.

Prüfung der LiVD:

  • Das Frühstück bei Prüfungen ist nur dann auszurichten, wenn die Schule dies organisieren kann (Prüfungskommissionsmitglieder bezahlen jeweils 4 EURO) ohne den Prüfling zu involvieren. Die Prüflinge werden im Vorfeld darüber von der PSL befragt, so dass sich alle Beteiligten auf die Umstände frühzeitig einstellen können.
  • Da wir uns verordnungsgemäß in den mündlichen Prüfungen in Richtung fallorientierter Gruppenprüfungen orientieren, wird es vorkommen, dass die Prüfungsvorsitzende Sie darum bitten wird, dass Protokoll der mündlichen Prüfung für die Prüfungsakte zu verfassen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Fachseminarleitungen und die Pädagogikseminarleiterin (Prüfungsvorsitzende) dann in der gesamten mündlichen Prüfung mit Fragen beteiligt sind, so dass ein gleichzeitiges Protokollführen schwierig ist.
  • Darum hier noch einige Hinweise zur Protokollführung: Das Protokoll sollte stichpunktartig die Inhalte des Gesprächs verdeutlichen. Einzelne Fragen, Namen der Fragenden, Ebene der Gesprächsinhalte (Wissen, Handlung, Haltung) oder Qualität bzw. Schnelligkeit der Beantwortung sind nicht festzuhalten.
  • Zu den von uns halbjährlich ausgerichteten feierlichen Zeugnisausgaben und Verabschiedungen sind Sie als Schulleitung immer herzlich eingeladen, da wir Ihre Arbeit sehr wertschätzen (immer Ende Januar und vor den Ferien im Sommer – genaue Termine sind Ihren LiVD frühzeitig bekannt).

Sonstiges:

Formales:

  • Da wir keine aktualisierten Schuldaten bekommen, sind wir darauf angewiesen, dass Sie uns über Änderungen oder Aktualisierungen bei Schulleitungsmitgliedern, Kontaktdaten usw. zeitnah in Kenntnis setzen.
  • Als Dienstvorgesetzte der LiVD ist es Aufgabe der Seminarleitung deren gesammelte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Anzeigen von Nebentätigkeiten, Anträge auf Sonderurlaub usw. zu unterschreiben. Gängige Praxis ist, dass Sie die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen in der Schule sammeln und gesammelt nach ca. einem Schulhalbjahr zu uns senden (so es nicht zu Arbeitsunfähigkeiten von über vier Wochen oder anderen Auffälligkeiten kommt, dann bitten wir um zeitnahe Rückmeldung).
  • Stammschulen der Fachseminarleitungen: Für unsere Fachseminarleitungen und Fachseminarleitungen ist es kaum möglich, ihren Aufgaben in der Ausbildung nachzukommen, wenn sie nicht mindestens einen Tag für Unterrichtsbesuche in ihrer Stammschule freigestellt werden. Wenn diese über die Hälfte ihrer Unterrichtsverpflichtung bei uns im Studienseminar arbeiten (s. Anrechnungsstunden) ist es sinnvoll und notwendig, dass die Fachseminarleitungen zusätzlich keine Klassenleitung und möglichst wenig weitere Aufgaben (Aufsichten, Besprechungstermine) zugemutet bekommen. Unser Besprechungstag (DB, GüdAs, sonstige AG-termine) ist der Montagnachmittag ab 14.00 Uhr. Einmal im Jahr arbeitet unser Kollegium in einer zweitägige SiLF ganztägig zusammen an der Qualitätsentwicklung der Ausbildung. Wir bitten dies zu berücksichtigen und sich bei Fragen oder Unklarheiten bei mir zu melden.

Weitere Personen, die bei uns qualifiziert werden:

  • Quereinsteiger ohne Prüfung: Quereinsteiger ohne Prüfung, die an Ihrer Schule angestellt sind und die Sie nach der Probezeit prüfen sowie nach 18 Monaten Qualifizierung beurteilen, bekommen durch die NLSchB ein Pädagogikseminar (dienstags) und Fachseminare (dienstags oder donnerstags) zugewiesen, für welches fünf Stunden Entlastung gewährt werden. Sie werden zusätzlich auch durch unsere Ausbildenden im Unterricht besucht und beraten (mind. 4 UB). Während dieser Zeit stehen Ihnen und den beteiligten Mentorinnen und Mentoren für Gespräche über den Stand der Qualifizierung unsere Ausbildenden gern zur Verfügung (falls Sie für Ihre Beurteilung deren Einschätzung möchten, können wir dies von hier aus organisieren) – eine kontinuierliche Zusammenarbeit ist für alle Beteiligten hilfreich und weiterführend.
  • Lehrkräfte, die einen Anpassungslehrgang durchlaufen: Sie haben im Prinzip die gleichen Aufgaben und Rechte wie unsere LiVD (s. o.), wobei sie keine schriftliche Arbeit verfassen müssen. Statt einer Prüfung gibt die Seminarleitung jedoch nach neun Monaten einen Bericht an das Kultusministerium und verfasst nach 18 Monaten ein Gutachten, für welches die Einschätzungen aller Ausbildenden beschreibend zusammengefasst werden. In diesem Fall meldet sich die Seminarleitung frühzeitig bei den Betreffenden.
  • Für weiterführende Gespräche, Informationen zur Ausbildung oder andere Absprachen steht Ihnen die Seminarleitung jederzeit gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Kerstin Riegel

Seminarleitung


Stand: 01.05.2018